Essbare Wildpflanzen – eine Liste

(Beitrag ‚essbare Wildpflanzen – eine Liste‘ übernommen aus 7SG-Blog und weitergeführt, Beitrag erstellt am 23.04.2011)

Durch den hohen Gehalt an Vitalstoffen, den intensiven Geschmack, den meist leichten Zugang selbst in städtischen Gebieten, der im Vergleich zu Zuchtformen deutlich besseren Lagerfähigkeit sowie die Tatsache, dass sie meist auch auf kargen Böden gut zurecht kommen und nicht kultiviert werden müssen, sind essbare Wildpflanzen ausgezeichnet als Nahrungsergänzung geeignet und ein wichtiges Standbein zur Selbstversorgung.
Zusammen getragen von verschiedenen Quellen und aus eigenen Erfahrungen stelle ich hier eine Liste essbarer Wildpflanzen (Wildgemüse und Wildkräuter) vor. Auch Arten, welche kultiviert werden, aber wild vorkommen (auch Obststräucher und Obstbäume) sind aufgeführt. Die Artikel entstanden aus einer Liste im Newsboard über Wildgemüse, Pilze und Wildkräuter.

Essbare Wildpflanzen - Wildgemüse & Wildkräuter -- Banner (Fotomontage: Christian)

Essbare Wildpflanzen – Wildgemüse & Wildkräuter — Banner (Fotomontage: Christian)

 

Essbare Wildpflanzen im Garten?

Aber natürlich! Wildkräuer und WIldgemüse sind genügsam, können das ganze Jahr über geerntet werden und sehen oft sehr dekorativ aus. Außerdem sind einige gute Partnerpflanzen, wie Schafgarbe neben Rosen (zusätzlich zu Lavendel). Wildkräuter finden in unserem Garten viel Platz  – sogar auf nicht zu oft benutzten Wegen, wie Rotklee, Wegerich und Löwenzahn. Daneben und auch mitten in „Kulturbeeten“ gesellen sich Wilde Möhre, Wilder Kohl, Johanniskraut, Ackersenf, Schachtelhalm, Sauerampfer und viele weitere essbare Wildpflanzen.

Wildpflanzen, Wildkräuter und Wildgemüse –
Tipps zum Sammeln, Verwenden und Aufbewahren

Buchtipp:
Bild: Buchcover des Titels 'Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden' (Quelle: ecx.images-amazon.com)
„Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden

von Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann
Das meisten Wildgemüse sammelt man im Frühjahr und Frühsommer vor der Blüte. Das Pflanzengewebe ist dann noch saftig und zart. Nach dem Tod der Blüte steckt die Energie in der Wurzel. Blüten sollten vormittags gesammelt werden, wenn sie noch frisch sind, Blätter und Pflanzenteile dagegen am Nachmittag, weil sie sich bis dahin mit Nährstoffen gefüllt haben.
Am besten ist es bei sonnigem Wetter Wildpflanzen zu sammeln. Empfehlenswert ist es die geernteten Pflanzen locker und schattig in ein Korb zu sammeln, auf keinen Fall undurchlässige Plastiktüten.Ob die Blattstiele vor der Zubereitung entfernt werden müssen, hängt von Pflanzenart und Alter an. Bei jungem, zartem Sammelgut ist das nicht mehr nötig.

Blätter mit mehr oder weniger rauer Behaarung werden gaumenfreundlicher, nachdem man sie in Öl eingelegt oder mit kochendem Wasser übergiesst hat. Stengel müssen häufig geschält werden, da in der Aussenhaut zum Teil harte Faserstoffe eingelagert sind. Zum Säubern der Wurzel eignet sich eine Gemüsebürste. Allerdings ist die Rinde bzw. Außenhaut oft ausgesprochen bitter, in solchen Fällen hilft nur schälen. Wurzeln werden ebenso wie andere Pflanzenteile erst kurz vor der Zubereitung zerkleinert. In der Regel genügt es, Blätter und andere grüne Pflanzenteile kurz, aber gründlich abzuwaschen. Ansonsten ist es ungünstig, das Erntegut mit allzu vielem Wasser zu traktieren, da dabei wasserlösliche Vitamine ebenso ausgeschwemmt werden wie Geschmacksstoffe. Man sollte sie nur im Notfall kurz mit Deckel abkochen, denn sonst verlieren sie den grössten Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wie Enzyme und Vitamine.
Wildgemüse hält natürlich länger frisch als Gartengemüse. Wurzeln kann man leichter schälen, wenn man sie mit heissem Wasser übergiesst. Natürlich sollte man nur an auto- und parkfreie Stellen (Hunde, …) sammeln, auch bei Feldrändern (Dünger oder sogar Pestizide) ist eine Untersuchung der Pflanze nötig.

Heilpflanzen sollen an trocknen, am besten sonnigen Tagen auf dem Höhepunkt ihrer Reife und damit höchster Wirkstoffkonzentration gesammelt werden. Heilpflanzen sollten eigentlich nicht gewaschen werden, da sonst Wirkstoffe verloren gehen, besonders betroffen sind dabei die Blüten.

Zum Trocknen geputzte Kräuter an einem warmen Tag an einen schattigen und zugigen Ort aufhängen oder auflegen, öfters wenden. Die gut getrockneten und zerstückelten Kräuter lichtgeschützt in Glasgefässen aufbewahren, sie sind meist 12 – 18 Monaten haltbar. Wurzeln waschen und zum Trocknen in kleine Stücke schneiden. Für einen Tee ist es bei den meisten Pflanzen zum empfehlen die trockene Droge zu verwenden und den Tee heiss zu trinken.

Als Wundeheilmittel können Kräuter frisch verwendet werden.
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Je nach Pflanzenart gibt es spezielle Arten der Verarbeitung, hier nun die vier geläufigsten :

Aufguss (Tee) – Man verwendet diese Methode für die belaubten Teile der Pflanzen und den Blüten. Sobald das Wasser aufgehört hat zu kochen, wird es zu den Kräuter gegeben. Nach 10 Minuten ziehen lassen, kann man den Tee absieben.

Teeabsud – So wie Aufguss, nur wird dabei die Pflanze in den Kochvorgang einbezogen werden und somit vor dem kochen dazugegeben werden, um wertvolle Inhaltsstoffe rauszulösen.

Absud – Sie wird bei Wurzeln, Rinden, Zweigen und einigen Beeren angewendet. Das Kraut in kaltem Wasser ansetzen, erhitzen und bis zu einer Stunde köcheln lassen und absieben.

Kaltauszug – Droge bis zu 10 Stunden kalt ansetzen und absieben.

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